Madame Lenormand wurde mit dem Namen Marie Anne Adélaide Lenormand im Jahre 1772 am 27 Mai. geboren. Sie verstarb am 25. Juni 1843 in Paris. Diese Dame stand als Namensgeber der Lenormandkarten als Pate bereit, da sie die selbigen Karten entwickelte.
In eine Kaufmannsfamilie hineingeboren, wurde Madame Lenormand von Benediktinern erzogen. Ihre Begabungen im Bereich der Musik, Sprachen und der Malerei kristallisierten sich schon frühzeitig heraus. Daneben beschäftigte sie sich recht früh mit dem Wahrsagen. Da Madame Lenormand der Klosterleitung voraussagte 1781 abgesetzt zu werden, wurde sie nach Eintreffen dieser Aussage der Schule verwiesen. Überlieferungen zu Folge, zog es Madame Lenormand im Jahre 1790 in die Stadt Paris. Hier arbeitete sie als Wahrsagerin und konnte im dritten Jahr in Paris ein Büro für Wahrsagerei mit einer Freundin "Madame Gilbert" eröffnen.
Ebenfalls im Jahre 1790 soll sie der Überlieferung nach mit den drei mächtigsten Männern der französischen Revolution zusammen getroffen sein. Robespierre, Marat und Saint-Just. Eine Verhaftung wegen Landesverrats und durch den Wohlfahrtsausschuss schadete ihr in keinster Weise, eher machte sie dieser Umstand noch bekannter. In den Jahren nach den Verhaftungen, stieg ihr Bekanntheitsgrad in ungeahnte Höhen an. Selbst die französische Kaiserin Josephine und Napoleon oder Alexander I von Russland zogen sie als Ratgeber hinzu.
Nach der Immigration nach Brüssel um das Jahr 1820, zog sich Madame Lenormand nach einigen Gerichtsverhandlungen in ihr Privatleben zurück. Hier legte sie nur noch für Freunde und Bekannte die Karten aus.
Die Lenormandkarten zählen heute zu den populärsten und kunstvollsten Karten die es im Bereich der Wahrsagung zu bestaunen gibt.